Dünndarm-Röntgen in Doppelkontrast (Enteroklysma)

Untersuchungsablauf
Zur besseren Darstellung der feinen Details der Dünndarmschleimhaut wird bei bestimmten Erkrankungen – zumeist entzündlichen Erkrankungen – der Dünndarm in Doppelkontrast dargestellt. Dazu wird Kontrastmittel mittels Magensonde direkt in den Dünndarm eingebracht und mit lauwarmen Wasser vermischt mit einem geringen Anteil Methylzellulose völlig aufgefüllt.

Diese Doppelkontrasttechnik bietet den Vorteil, dass man durch die Darmschlingen hindurchsieht und auch überlagernde Schlingen die Sicht nicht verdecken. Auf diese Wiese gelingt es, auch wenige Millimeter große Wucherungen der Dünndarmschleimhaut und auch entzündliche Geschwüre verlässlich zu finden. Abschließend werden die benötigten Bilder aufgenommen.

Nach Abschluss der Untersuchung verbleibt der Patient noch eine Weile in der Ordination, da sich zumeist das verabreichte Wasser als flüssige Darmentleerung ("Durchfall") kurz nach der Untersuchung entleert und am Heimweg sonst Schwierigkeiten entstehen könnten.


Wichtige Hinweise
Wichtige HinweiseDiese Untersuchung ist zwar relativ unangenehm hinsichtlich des Vorhandenseins entzündlicher Dünndarmerkrankungen und allfälliger Komplikationen daraus, jedoch sehr aussagekräftig.


Einsatzgebiete
  • Divertikel, Verengungen, Geschwüre oder Geschwülste an Dünndarm
  • Dünndarmerkrankungen – meist entzündlich, z. B. Morbus Crohn; Fisteln


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