Röntgen des Dickdarms (Irrigoskopie)

Untersuchungsablauf Röntgen des Dickdarms (Irrigoskopie)
Die Untersuchung wird am Durchleuchtungsgerät durchgeführt und beginnt im Liegen. Zunächst wird ein weiches Darmrohr in den Enddarm geschoben und ein kleiner Einlauf mit Kontrastmittel verabreicht. Danach wird der Patient ersucht, den Darm wieder so gut es geht zu entleeren (das Kontrastmittel fließt dabei wieder in den Kunststoffbeutel zurück; durch Verwendung eines geschlossenen Systems ist dies sehr rasch und unbelastend möglich). Danach wird die Darmbewegung mittels Injektion in die Vene kurzfristig unterbunden.

Nach diesen Vorbereitungen wird nun der Dickdarm mit Luft aufgebläht und zur vollen Entfaltung gebracht. Die Doppelkontrastmethode (Einlauf und Injektion) bietet den Vorteil, dass man durch die Darmschlingen hindurchsieht und auch überlagernde Schlingen die Sicht nicht verdecken. Auf diese Weise gelingt es, auch wenige Millimeter große Wucherungen der Dickdarmschleimhaut verlässlich zu finden. Abschließend werden die benötigten Bilder aufgenommen.

Nach der Untersuchung entleert der Patient seinen Darm in der für den Durchleuchtungsraum exklusiven Toilette.


Einsatzgebiete
Diese Technik wird in erster Linie zur Beantwortung folgender Fragestellungen eingesetzt:
  • Divertikel, Entzündungen, Polypen oder Geschwülste am Dickdarm
  • Klärung anatomischer Verhältnisse nach Operationen am Darm


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