Machen Sie sich ein Bild!
Sich ein Bild von jemandem zu machen heißt, sich mit der Person zu befassen, sie näher kennen zu lernen, auf sie einzugehen. In diesem Fall wünscht sich der VBDO, dass Sie ihn näher kennen lernen wollen!
In den nächsten Wochen werden an alle Mitgliedsinstitute in Österreich Plakate und Infofolder verschickt, die
dieses Kennenlernen fördern sollen und gleichzeitig das neue grafische Erscheinungsbild des VBDOs präsentieren. „Machen Sie sich ein Bild!“ ist die Einladung, sich mit dem Inhalt des Plakates und des Folders auseinander zu setzen. Dieser Slogan wurde ganz bewusst für eine Imagekampagne des VBDOs gewählt: „Machen Sie sich ein Bild!“ ist aber auch die Einladung die Interessen und Leistungen des Verbandes für Bildgebende Diagnostik Oesterreichs noch besser kennen zu lernen.

In diesem Medium stellt sich der Verband ausführlicher vor: Der Verband bildgebender Institute in Österreich, VBDO, ist ein Zusammenschluß von Fachärzten für Radiologie und Nuklearmedizin, die extramurale Institute für bildgebende Diagnostik betreiben. (Extramural ist der Begriff für Institute, die nicht in ein Spital integriert sind, sondern privat betrieben werden und Patienten zugänglich sind wie eine Ordination.)

 

Die Kampagne richtet sich an Ärzte und Patienten, denn der VBDO ist auch darum bemüht, das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient zu festigen und auszubauen.

Auch der zweite Slogan ist zweigleisig zu interpretieren: Wir schauen auf Ihre Gesundheit. Hier soll sich der Radiologe identifizieren und den VBDO als sein Sprachrohr empfinden. Zum anderen sollen sich auch Patienten angesprochen fühlen, denn eine wesentliche Aufgabe des VBDOs ist nach Eigendefinition die Qualitätssicherung der Mitgliedsinstitute und somit die Gesundheit der Patienten durch effektiven Strahlenschutz – so viel wie nötig, aber so wenig wie möglich.

Allerdings hat der VBDO noch ein drittes Gegenüber: das Gesundheitswesen! Die Gesprächspartner kennen den Verband seit der Gründung 1987 als kompetenten Ansprechpartner und erfolgreichen Fürsprecher für Arzt und Patient.

Somit ergeben sich drei Schwerpunkte des VBDOs, die im Folder auch grafisch hervorgehoben werden:

+ Service für die Patienten
+ Vorteile für den zuweisenden Arzt
+ Benefit für das Gesundheitswesen

Mehr Info. Mehr Service. Mehr Leistung.

Der VBDO ist sich der Verantwortung für seine Mitglieder, die zuweisenden Ärzte und die Patienten bewusst, und für die Zukunft wollen wir umso mehr Ihr kompetenter Ansprechpartner sein.

Machen Sie sich auch im Internet ein Bild vom VBDO, dort besteht sogar die Möglichkeit der Rückmeldung. Um Wünsche und Anregungen wird gebeten, Beschwerden werden bearbeitet.


Sicherheitsaspekte in der Magnet-Resonanz-Tomografie

Die Magnetresonanztomografie (MRT) hat sich in den letzten Jahren als weit verbreitete diagnostische Methode etabliert und bewährt. Mit der Standardtechnik gilt die Methode als sicher und hat noch dazu den großen Vorteil, ohne ionisierende Strahlen auszukommen.

Die rasante technologische Weiterentwicklung eröffnet jedoch zusätzlich zu den derzeit erzielbaren Bildern neue diagnostische Bereiche, die eine Überprüfung und offenbar auch Modifizierung unserer bisherigen Sicherheitssysteme erfordern. Man denke hier besonders an die Option der funktionellen Bildgebung und die noch lange nicht ausgereizten neuen 3-T-Geräte (T ist die Abkürzung für Tesla, der Einheit der magnetischen Feldstärke). Im Forschungsbereich sind sogar Systeme mit noch viel höheren Feldstärken im Einsatz.

Wenn die Verkleidungen entfernt sind, bietet sich ein faszinierender Einblick in die MRT-Gerätetechnik.

Wie ist nun der aktuelle Wissensstand zu diesem wichtigen Thema? Dazu lieferte Priv.-Doz. Dr. Gunnar Brix am heurigen Deutschen Röntgenkongress einen aktuellen Überblick: „In der MRT werden drei unterschiedliche Magnetfelder verwendet: neben dem statischen benötigen wir auch niederfrequent gepulste Magnetfelder und elektromagnetische Hochfrequenzfelder (siehe Tabelle 1). Da sich diese Felder unterschiedlich auf biologische Systeme auswirken, wurden unterschiedliche Richt- und Grenzwerte festgelegt, die bei klinischen Anwendungen einzuhalten sind.“

Die Untersuchungsparameter müssen so definiert und begrenzt werden, dass keine unnötigen Gesundheitsrisiken auftreten können, darüber herrscht absolute Einigkeit. Meinungsverschiedenheiten treten aber auf, sobald Grenzwerte tatsächlich festgelegt werden sollen. Zu beachten ist nämlich, dass die Expositionsbegrenzungen für das statische Magnetfeld nicht auf nachgewiesenen Risiken beruhen, sondern rein empirisch im klinischen Einsatz ermittelt wurden.

Zur Abschätzung des Risikos innerhalb der unterschiedlichen Magnetfelder haben verschiedene internationale Gremien das so genannte Drei-Stufen-System entwickelt: Federführend von der International Electronic Commission (IEC), der deutschen Strahlenschutzkommission (SSK) und der International Commission on Non-Ionizing Radiation Protection (ICNIRP).
Es wurden drei Betriebsarten definiert: der Normalbetrieb bis 2 T Feldstärke, der Kontrollierte Betrieb zwischen 2 T und 4 T und der Forschungsbetrieb über 4 T (siehe Tabelle 2).

Für die Praxis bedeutet dies, dass man nach dieser Auffassung schon im diagnostischen Alltag mit üblichen 3-T-Geräten einen Bereich erreicht, in dem physiologische Belastungen für den Patienten und das Personal nicht ausgeschlossen werden können, weshalb eine entsprechende Überwachung notwendig ist.

Diese Einschätzung des Risikos wird aber nicht von allen geteilt. Die FDA (Food and Drug Association, USA) sieht derzeit bei Feldstärken unter 8 T keine signifikanten Risiken – und diese Institution gibt derzeit sozusagen den Gold-Standard unserer Sicherheit vor, da sie unter anderem für die Zulassung von medizinischen Geräten und Pharmaka in den USA zuständig ist.


 
Was sind nun die möglichen Effekte auf den Menschen?
 
Statisches Magnetfeld
  Im homogenen statischen Magnetfeld kommt es zur Ausrichtung von bestimmten Molekülen in der Achse des Feldes. Dieses Phänomen ist für den Probanden nicht zu registrieren, es gibt aber klar nachgewiesene Effekte, die allerdings bei den bislang verwendeten Feldstärken klinisch nicht relevant sind. Bewegte Ionen (zum Beispiel im Blut) können geringe elektrische Spannungen induzieren, ebenfalls ohne bisher registrierte klinische Relevanz in den Geräten der üblichen Feldstärke. Im inhomogenen statischen Magnetfeld kommt es zur Kraftwirkung auf metallische Gegenstände.

Welche biologischen Effekte wurden bisher beobachtet?
 

Nachgewiesen sind Veränderungen der T-Welle im EKG ab
0,1 T. Ab 4 T vermeiden Versuchstiere den Aufenthalt im Feld.
Probanden berichten über Schwindel bei raschen Bewegungen im Hochfeld, bedingt durch Auswirkungen des Magnetfeldes auf das Gleichgewichtsorgan. Auch kann es zu optischen Sensationen kommen.


Welche Gefahren bestehen im statischen Magnetfeld?
 

Das Magnetfeld fällt sehr schnell in der Umgebung des Tomografen ab, ist aber grundsätzlich im gesamten Untersuchungsraum wirksam. Es kommt zur Anziehung aller metallischen Gegenstände Richtung Tomografen, mit der Gefahr der Beschädigung des Gerätes und Verletzung von Menschen. Schwere Zwischenfälle sind dokumentiert, wie zum Beispiel ein tödliches Trauma durch eine „fliegende“ Sauerstoffflasche. Ein in jedem Untersuchungsraum gefürchteter Artikel ist jede ganz normale Büroklammer. Sie fliegt zielsicher tief in den Magneten und kann das Gerät für mehrere Tage stilllegen, abgesehen von ziemlichen Reparaturkosten. Eine weitere „Nebenwirkung“ des Magnetfeldes ist das Löschen aller Informationen auf Magnetstreifen wie Bankomatkarten, Visakarten und Ähnlichem.

 

Niederfrequentes gepulstes Magnetfeld
 

Dieses Magnetfeld wird während der Untersuchung niederfrequent aber ständig geändert. Das Umpolen ist hörbar und verantwortlich für die relative Lärmbelästigung der Patienten im MRT. Beim schnellen Schalten der Gradienten kann es zu einer so genannten Magneto-Stimulation von peripheren Nerven- und Muskelzellen kommen, man spricht von der peripheren Nervenstimulation (PNS). Die Anstiegszeit der Gradientenfelder wird bei modernen MRT-Systemen durch die PNS begrenzt.

 

Hochfrequenzfeld
 

Der Haupteffekt des Hochfrequenzfeldes ist die lokale Erwärmung des Gewebes aufgrund des elektrischen Widerstandes. Der wichtigste Indikator ist der SAR-Wert, die spezifische Absorptionsrate, die die pro Massen- und Zeiteinheit absorbierte Energie angibt. Jede Gewebeart hat eine andere Wärmeleitfähigkeit und Perfusion, und da der Temperaturanstieg davon sowie von Intensität und Dauer der Exposition abhängig ist, ergibt sich eine unterschiedliche Empfindlichkeit der Gewebearten für diese Problematik.
Die Temperaturerhöhung hat verschiedene meist reversible biologische Effekte, unter anderem kardiovaskuläre Veränderungen mit Schwitzen und erhöhter Herzfrequenz. Auch eine teratogene Wirkung ist bei der embryonalen Entwicklung ab 1 Grad Körpertemperaturerhöhung der Mutter tierexperimentell nachgewiesen.


Schutzmaßnahmen in der MRT
  Aus den oben genannten Gründen ergeben sich logisch und daher ziemlich zwingend wichtige Schutzmaßnahmen:
Information, Befragung und Kontrolle der Patienten und des Personals vor Betreten des Untersuchungsraumes sind essenziell, eventuell sind sogar Metalldetektoren nötig. Besonders wichtig ist das korrekt ausgefüllte Aufklärungsblatt zur Untersuchung! (Vorlage zum Downloaden auf der ÖRG Homepage www.oerg.at.)

Schwangere sollten nur bei dringender Indikation untersucht werden, im ersten Trimenon sollte auf eine MRT-Untersuchung wenn möglich verzichtet werden. Wenn eine Untersuchung unumgänglich ist, dann mit geringstmöglicher Exposition bei geringer Feldstärke.

Aktive Implantate (Herzschrittmacher, Infusionspumpen) sind nach wie vor eine Kontraindikation, publizierte Arbeiten zum Thema Schrittmacher im MRT sind derzeit noch als experimentell anzusehen.

Passive Implantate (Aneurysmenclips und OP-Clips sowie Endoprothesen aus Titan) sind heute meist MRT-tauglich, im Zweifelsfall unbedingt Rücksprache mit dem Zuweiser bzw. Operateur halten. Vorsicht ist auch bei bekannten Metallsplittern im Körper geboten, hier hängt es vor allem von der Lokalisation des Splitters und dem Untersuchungsgebiet ab, im Zweifelsfall lieber eine Alternativuntersuchung durchführen. Nähere Informationen zur MRT-Fähigkeit von Implantaten gibt es bei MRIsafety.com (www.mrisafety.com). (MRT heißt Magnetresonanztomografie bzw. -tomograf. MRI heißt Magnetresonanz-Imaging und ist synonym im englischen Sprachraum üblich.)

Im Kontrollierten Betrieb (Feldstärke 2–4 T) ist eine engere Überwachung des Personals notwendig, insbesondere in Bezug auf die Aufenthaltsdauer im Magnetfeld.

Nicht erst in diesem Stadium der Schwangerschaft sollte die Indikation zu einer MR-Tomografie sehr streng gestellt werden, da teratogene Wirkungen nicht mit Sicherheit auszuschließen sind.


Können wir uns im MRT sicher fühlen?
 

Diese Frage kann nach heutigem Wissensstand klar mit JA beantwortet werden, Grundvoraussetzung ist die Beachtung der oben angeführten Sicherheitsstandards, zum Wohle unserer Patienten und unserer Mitarbeiter. Und unter Berücksichtigung des permanenten Magnetfeldes im Untersuchungsraum werden sich Schlüssel, Büroklammern und Kreditkarten – im Vorraum gelassen – auch sicher fühlen.

 

Neubeginn für zwei Barockjuwelen
 

Rund 60 Kilometer von Wien entfernt, mitten im Marchfeld, eröffnet sich den Besuchern von Schloss Hof und Schloss Niederweiden eine barocke Erlebniswelt. Nach der Revitalisierung erstrahlen die beiden Marchfelder Schlösser des Prinzen Eugen in neuem Glanz und sind seit Mai 2005 wieder der Öffentlichkeit zugänglich.

 

Die Schönheit erwacht
 

Jahrzehntelang im Dornröschenschlaf versunken, nahe dem eisernen Vorhang, gerieten die beiden Barockschlösser Hof und Niederweiden in völlige Vergessenheit. Vor zwei Jahren wurde die Zukunft der beiden Schönheiten in die Hände des Schönbrunner Tiergartendirektors Helmut Pechlaner und des ehemaligen Programmleiters der
ORF-Familienredaktion Kurt Farasin gelegt. Seit Jänner 2005 ist Kurt Farasin Geschäftsführer der „Marchfeldschlösser Revitalisierungs- und Betriebsges.m.b.H.“, die zu 100 Prozent eine Tochtergesellschaft der Tiergarten Schönbrunn Ges.m.b.H. ist
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Mit ebensolcher Sorgfalt wurde der Barockgarten wieder weitgehend nach den orignalen Plänen rekonstruiert.
Foto: Lois Lammerhuber


Schloss Hof – Sitz des Prinzen und der Kaiserin
 

Die Geschichte von Schloss Hof reicht in das 18. Jahrhundert zurück. Der große Barockarchitekt Lukas von Hildebrand errichtete 1726 einen repräsentativen Landsitz für den bereits zu Lebzeiten legendären Feldherrn Prinz Eugen von Savoyen. Unter der späteren Besitzerin Kaiserin Maria Theresia wurde das Schloss um eine Etage aufgestockt und erhielt im Wesentlichen seine heutige Gestalt. Ein Rundgang durch die kaiserlichen Appartements führt den Besucher an jene Stätten und Räumlichkeiten, in denen Prinz Eugen seine illustren Gäste mit großen Festen zu unterhalten pflegte und wo Kaiserin Maria Theresia in ihren späteren Jahren Ruhe und Erholung fand.

 

Sumpfkalk für die historische Bausubstanz
 

Die Revitalisierung von Schloss Hof zählt zu den ambitioniertesten Projekten zur Bewahrung des Kulturerbes in Österreich. Als besondere Herausforderung erwies sich die Restaurierung der historischen Bausubstanz. Für die Putz- und Stucktechniken wurde der nahezu in Vergessenheit geratene Sumpfkalk als Bindemittel verwendet. Sumpfkalk erhärtet zähelastisch, aber nicht starr wie zementhaltiger Mörtel, macht daher jede Bewegung des Mauerwerks ohne Rissbildung mit, ist außerordentlich wasserdampfdurchlässig und ermöglicht somit die Ausführung klassischer historischer Mal- und Anstrichtechniken. Da das Wissen um diese alten Putz- und Stucktechniken in unseren Breiten nahezu verschwunden ist, mussten Maurer aus Moldawien herangezogen werden.

 

Aufspüren der Kunstgegenstände
 

Mehr noch als die Architektur bezeugt der Luxus des Interieurs die verschwenderische Lebensfreude der Barockfürsten. Nach akribischer Detektivarbeit gelang es einem renommierten Expertenteam, die Original-Ausstattung der kaiserlichen Prunksäle zu rekonstruieren und das originale Mobiliar ausfindig zu machen. Die in halb Europa verstreuten Möbel, Stoffe und Kunstgegenstände wurden aufgespürt, aufwändig restauriert und an ihren ursprünglichen Bestimmungsort gebracht.

Bernardo Belotto, genannt Canaletto, malte 1759 mehrere Ansichten von Schloss Hof. Anhand dieser Darstellungen wurde der Barockgarten rekonstruiert.
Foto: KHM

Originalgetreue Rekonstruktion des Barockgartens
 

Mit ebensolcher Sorgfalt gelang die Rekonstruierung des Barockgartens. Der Festgarten erstreckte sich über sieben Terrassen bis an das Ufer der March. Durch die Jahrhunderte ging das beeindruckende Kunstwerk vollkommen verloren. Im Rahmen der Revitalisierung konnte ein Teil des Barockgartens in seine ursprüngliche Pracht zurückversetzt werden. 40 000 Buchsbäumchen und 14 000 Sommerblumen wurden neu ausgepflanzt, 40 Gärtner waren mit der Gestaltung nach originalen Vorlagen beschäftigt. Historische Bewässerungsanlagen, prachtvolle Brunnen und Spiegelbecken und sogar eine geheime Verbindung zwischen Schloss Hof und dem Gutshof konnten in archäologischer Arbeit freigelegt werden. Die drei neu angelegten Terrassen eröffnen einen Blick auf die Donaupforte, ja sogar bis zur slowakischen Hauptstadt Bratislava.

Altes Kunsthandwerk im Gutshof
  Eine große Schar an Dienstboten war damit beschäftigt, die Wünsche des Prinzen und der Kaiserin zu erfüllen. Dementsprechend weitläufig war der Gutshof. Die zahlreichen wiederhergestellten Wirtschaftsgebäude wurden mit Schauwerkstätten, in denen alte Handwerkskunst gepflegt wird, ausgestattet. Drechsler, Korbflechter, Zinngießer, eine Marmeladenküche, eine Schnapsbrennerei und eine mit historischem Mobiliar ausgestattete Apotheke hauchen dem Gutshof neues Leben ein.
Zentrum für seltene Haustierrassen

Seltene Haustierrassen wie Weiße Esel, Chinesische Seidenhühner, gescheckte Noriker-Pferde und Kärntner Brillenschafe wurden auf dem Gutshof angesiedelt. Besondere Gäste, wie Dromedare, die der verstorbene Bundespräsident Klestil anlässlich eines Staatsbesuches als Gastgeschenk erhalten hatte, sowie Lippizaner haben hier eine neue Heimat gefunden. Eine Kutschenfahrt rund um den Meierhof lässt die Dimensionen des Gutes erkennen.


Historische Wildküche
 

Drei Kilometer von Schloss Hof entfernt liegt das kleinere und privatere Schlösschen Niederweiden. Der Prinz veranstaltete dort gerne seine Jagdfeste. Heute kann das Schloss samt barockem Mustergarten für kleinere, elitäre Zusammenkünfte, Gala-Diners, Bälle oder Events gemietet werden. Eine besondere und sehr empfehlenswerte Attraktion bildet die historische Wildküche des Prinzen Eugen. Sie wurde mit offener Feuerstelle ausgestattet und originalgetreu nach den Plänen von Fischer von Erlach mit voll funktionstüchtigen Gerätschaften wieder hergestellt. 15–35 Personen können hier in barocker Behaglichkeit bewirtet werden. Der Küchenchef kocht in Gegenwart
der Tafelgesellschaft nach historischen Rezepten. Bei Kerzenschein werden die Gäste unter anderem mit Flusskrebsen in pikanter Vanillesauce, Wachteln in grünen Trauben gebraten oder Wildschwein mit Lebkuchensauce verwöhnt. Dieses fürstliche Mahl ist ein mehr als passender Abschluss für den Besuch der Barockjuwelen Schloss Hof und Niederweiden.

Die Wildküche des Prinzen Eugen gibt einen guten Einblick von der barocken Esskultur.
Foto: Kaiserliche Festschlösser


  Quelle: VBDO Durchblick, Nr. 14, Dezember 2005, S. 4.
 
   

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