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Rein
rechtlich sind Gruppenpraxen bereits möglich. Trotzdem gibt es bis
dato noch keine kassenrechtliche Regelung dafür. Warum dies so ist,
hängt naturgemäß vom Blickwinkel des Betrachters ab. Sicher
ist derzeit nur, dass alle Beteiligten das Wohl des Patienten im Auge
haben.
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Cartoon:
Eugen Kment |
Die Vorteile von
Gruppenpraxen liegen auf der Hand: Dadurch, dass sich die Ärzte gegenseitig
entlasten können, bleibt letztlich mehr Zeit für den Patienten.
Auch die Ordinationszeiten lassen sich verlängern und Nacht- und
Wochenenddienste ausdehnen. Lange Wartezeiten könnten dadurch vermieden
werden. Darüber hinaus kann im Rahmen einer Gruppenpraxis auch ein
größeres medizinisches Leistungsspektrum angeboten werden,
was wiederum die Anfahrtswege für die Patienten minimiert. Ein weiterer
Vorteil ist insbesondere bei kapitalintensiven Ordinationen, wie
radiologischen Instituten oder Labors die Risikostreuung bei der
Anschaffung von zumeist sehr teuren medizinischen Spezialgeräten.
Zwar sind sich die Beteiligten darüber einig, dass die Aus- und Belastung
der niedergelassenen Ärzte durch immer früher aus den Spitälern
entlassene Patienten steigt, doch der wichtige Ausbau des extramuralen
Bereichs steht weiterhin aus. Warum?
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Dr. Peter
Scholz, Abteilungsleiter im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger,
meint dazu, dass es im derzeitigen Stadium der Verhandlungen insbesondere
unterschiedliche Sichtweisen gibt: "Die Ärztekammer sieht die
Gruppenpraxis primär als Modell für eine Nachfolgepraxis, beispielsweise
wenn ein älterer Arzt für fünf Jahre mit einem jüngeren
Kollegen eine Gruppenpraxis eingeht. Der Kassenvertrag geht dann auf den
jüngeren Arzt über. Unser Standpunkt dabei ist, dass die Vorteile
bei diesem Modell für alle drei Beteiligten, den Patienten, den Arzt
und den Krankenversicherungsträger, gegeben sein müssen."
Mag. Martin Stickler, Pressesprecher der Österreichischen Ärztekammer,
ortet die Gründe, warum es in Österreich de facto noch keine Gruppenpraxen
gibt, anderswo: "Woran es sich zur Zeit spießt, liegt vor allem
am hinhaltenden Widerstand der Krankenkassen, die große Schwierigkeiten
machen, was den kassenrechtlichen Status der Gruppenpraxen betrifft. Bevor
sie die Gruppenpraxen nicht mit Kassenverträge ausgestattet haben,
sind sämtliche Vorteile für Ärzte und Patienten inexistent."
Stickler weiter: "Sobald der kassenrechtliche Status geklärt ist,
wird es Gruppenpraxen geben, wobei die Kassen in mehrfacher Form Garantien
haben möchten, die im Grunde genommen skurril sind. So sollen Gruppenpraxen
nicht mehr kosten als Einzelpraxen. Nun ist es aber der Sinn von Gruppenpraxen,
mehr Leistungen und das vor allem spitalsentlastend anzubieten. Was jetzt
in den Spitälern nicht mehr geleistet werden kann, sollte also in niedergelassenen
Praxen geleistet werden. Wir haben es also hier mit einer Erhöhung
der Leistungsqualität und -quantität der niedergelassenen Praxen
zu tun. Der Einwand des Hauptverbandes, es darf nicht mehr kosten, ist grotesk."
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Auf
die Tarife bei Gruppenpraxen angesprochen, entgegnet Scholz, dass gerade
bei technischen Fächern Rationalisierungseffekte eintreten können,
die teilweise auch über die Tarife an die Versicherungsträger
weitergegeben werden müssen.
Und wann wird es nun endlich Gruppenpraxen geben? Während sich der
Vertreter des Hauptverbandes nicht festlegen möchte, meint Stickler:
"Ab wann es letztlich Gruppenpraxen geben wird, hängt nicht
zuletzt von einer klaren politischen Vorgabe gegenüber den Krankenkassen
ab. Und hier bin ich zuversichtlich, weil Parlamentarier wie auch Landespolitiker
aller Fraktionen immer wieder betonen, wie wichtig der Ausbau der extramuralen
Medizin ist, nicht zuletzt durch Gruppenpraxen."
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| MR-Angiographie
(MRA) |
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Bei
der herkömmlichen Angiographie wird in ein bestimmtes Gefäß
ein jodhaltiges Kontrastmittel injiziert, das sich anschließend
im Blut in Flußrichtung verteilt. So erhält man von einem
gewählten Blickwinkel aus ein Einzelbild des Gefäßinnenraumes.
Die Magnetresonanz-Angiographie (MRA) geht anders vor: Es wird nicht
das Blutvolumen dargestellt, sondern eine bestimmte physikalische
Eigenschaft des Blutes, beispielsweise der Magnetiserungszustand
oder die lokale Geschwindigkeit.
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Abb.
1: 3D-TOF MRA der Hirngefäße (ohne KM): Es zeigen
sich deutliche arterosklerotische Veränderungen im Bereich
der linken Arteria cerebri media. |
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Die MRA
stellt nicht nur ein einzelnes Gefäß dar, sondern die
Gesamtheit der Gefäße im Bildvolumen. Es wird keine einzelne
Ansicht, sondern im Allgemeinen ein dreidimensionales Datenvolumen
erstellt, aus welchem nachträglich beliebige Projektionen berechnet
werden können. Da die Qualität der Abbildung der Gefäße
von der Hämodynamik des Blutflusses abhängt, ergibt sich
eine gewisse Verwandtschaft mit der Dopplersonographie. Allerdings
ist die anatomische Gefäßdarstellung der MRA dem Ultraschall
überlegen.
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Abb.
2: KM-MRA der Halsgefäße Beiderseits finden sich
ausgeprägte arterosklerotische Veränderungen im Bereich
der Arteria carotis externa. Eine geringe Stenose auch im Bereich
der linken Arteria vertebralis erkennbar. Die übrigen hirnversorgenden
Gefäße sind unauffällig. |
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Abb.
3: KM-MRA des Abdominalbereiches: Aneurysmatische Ausweitung
der Bauchaorta im unteren Abschnitt. Im Anschluß daran
arterosklerotische Veränderungen an den Beckengefäßen. |
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Die MRA
kombiniert also zum Teil die Vorteile von digitaler Subtraktionsangiographie
und Ultraschall und erlaubt neben der Gefäßdarstellung
Rückschlüsse auf die zugrundeliegende Hämodynamik.
Sie erfordert also sowohl Kenntnisse der Gefäßanatomie
und Pathologie als auch profundes Wissen in der normalen und pathologischen
Hämodynamik. Die MRA gewinnt zunehmend an Bedeutung bei der
Abklärung vaskulärer Veränderungen. Dies beruht vor
allem auf der Nicht-Invasivität bzw. nur geringen Invasivität
verglichen mit der herkömmlichen Katheterangiographie.
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Abb.
4: KM-MRA nach Nierentransplantation: Transplantatgefäß
und Beckengefäß stellen sich völlig regulär
dar. Es findet sich kein Hinweis auf eine Engstellung im Anastomosenbereich. |
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Abb.
5: KM-MRA der Beckengefäße: Hochgradige Stenose
an der linken Arteria iliaca communis. |
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| Einsatz
von Kontrastmittel |
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Die Gefäßdarstellung
mittels MR-Angiographie gelingt zwar grundsätzlich ohne Verwendung
von Kontrastmittel (KM), allerdings haben in den letzten zwei Jahren
technische Neuerungen den KM-Einsatz in der MRA in den Vordergrund
gerückt, sodass sich mittlerweile auch die großen Gefäße
im Brust- und Bauchbereich sowie an Armen und Beinen mit ausreichender
Genauigkeit darstellen lassen. Es wird dabei KM in eine Vene im
Ellenbogenbereich appliziert. Eine intraarterielle Kathetertechnologie
wird nicht eingesetzt. Die MRA ist heute aus dem Routinebetrieb
nicht mehr wegzudenken und hat in einzelnen Gefäßbereichen
die herkömmliche Angiographie in diagnostischer Hinsicht teilweise
ersetzt.
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Abb.
6: KM-MRA: Die Abbildung zeigt einen aus vier hintereinander
angefertigten Serien zusammengestellten Gefäßbaum
mit einem subclaviofemoralen Bypass. |
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Abb.
7: KM-MRA des Beckens und der Beingefäße
a) rote Pfeile: normal
b) gelbe Pfeile: ausgeprägte degenerative Veränderungen
im Adduktorenkanal
Verschluß der Arteria femoralis superficialis und Versorgung
des rechten Beins über Kollateralgefäße |
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Pathologische
Veränderungen an den das Hirn versorgenden Gefäßen
werden mit der hochauflösenden MRA gut und sicher erfaßt.
Krankhafte Veränderungen wie abnorme Ausweitungen oder Verengungen
an der Schlagader im Brust- und Bauchbereich lassen sich risikolos
und einfach darstellen. Mehr und mehr kommt die MRA auch als Untersuchungsmethode
der ersten Wahl bei der Abklärung eines nierengefäßbedingten
Hochdruckes zum Einsatz. Neueste technische Entwicklungen
insbesondere der Einsatz der MR-MRA erlauben nun auch eine
gute Beurteilung der Gefäße im Becken- und Beinbereich.
Da die MRA für den Patienten keine Ergebnisse liefert, ist
ihr Stellenwert im praetherapeutischen und insbesondere im praeoperativen
Bereich zunehmend im Steigen begriffen.
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| Apparative
Diagnostik bei Kopfschmerzen |
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Von
Univ.-Prof. Dr. Peter Wessely,
Neurologische Universitätsklinik, AKH Wien |
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Kopfschmerzen
gehören zu den häufigsten Symptomen, die einen Patienten
zum Arzt führen. Es bestehen verständlicherweise große
Streubreiten bezüglich der Intensität der Schmerzen, in
der Frequenz und natürlich auch bei der potentiellen Gefährlichkeit
(von Katerkopfschmerz bis zur Subarachnoidalblutung).
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3D-Darstellung
eines Hirntumors (grün) und der großen Hirngefäße
(rot) im MRT |
Die Untersuchungserfordernisse
etwa in Hinblick
auf technische Zusatzbefunde haben differenzierte Erfordernisse.
Man unterscheidet zwischen primären und sekundären Kopfschmerzen,
wobei sich in umfangreichen Statistiken zeigt, dass die primären
Kopfschmerzen überwiegen. Primäre Kopfschmerzen sind solche,
bei denen keine grobmorphologische strukturelle Läsion als
Ursache nachgewiesen werden kann. Dazu gehört die Migräne
mit heftigen, meist halbseitigen Kopfschmerzattacken und begleitenden
Symptomen, wie beispielsweise Übelkeit, sowie der episodische
bzw. chronische Spannungskopfschmerz mit dem mehr druckartigen Schmerzcharakter
ohne maßgebliche Begleitsymptome.
Demnach wird für Migräne und den Spannungskopfschmerz
bei routinemäßigem Verlauf der Erkrankung und Beginn
in der Kindheit bzw. im jüngeren Erwachsenenalter keine weitere
spezielle technische Diagnostik erforderlich sein. Dennoch sollte
jeder Patient mit einem chronifizierten Kopfschmerz einmal einer
überblicksmäßigen Ausschlußdiagnostik bezüglich
eines intrakraniellen latenten Herdbefundes (im Einvernehmen zwischen
Patient und Arzt) zu einem Neuroimaging zugewiesen werden können.
Eine diesbezügliche Indikation kann auch eine Tumorphobie darstellen,
die in einem ausführlichen psychotherapeutisch orientierten
Gespräch nicht aufgelöst werden kann. Man sollte es jedoch
bei einer einmaligen Untersuchung bewenden lassen.
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| CT
als Überblicks-Screening |
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MRT:
chronisches subdurales Hämatom (rot) |
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MR-Angiographie:
AV-Malformation re. (gelb) mit breiter, atypischer Drainagevene
(rot) |
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MRT
bei alter Subarachnoidal-
blutung: Depots von Bluteisen (rot); Artefakt (gelb) |
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Hydrocephalus
(ausgeweitete Seitenventrikel rot umrandet) |
Für das
Überblicks-Screening eignet sich am besten die Computertomographie,
die zunächst ohne Kontrastmittel erfolgen sollte. Bei Patienten
mit Kopfschmerzbeginn nach dem 40. Lebensjahr, Verlaufsauffälligkeiten,
besonders heftiger Ausprägung oder nicht eindeutig zuordenbaren
Begleiterscheinungen (z.B. Differentialdiagnose: Aura einer Migräne
oder TIA) sollten weitere Untersuchungen folgen: je nach Erfordernis
in erster Linie Computertomogramm mit Kontrastmittel und/oder Magnetresonanztomographie,
des weiteren auch EEG, Dopplersonographie, Isotopenverfahren (SPECT),
aber auch Blut- u. Liquoruntersuchungen etc.
Die zweite Gruppe der sekundären, grob organisch bedingten,
also symptomatischer Kopfschmerzen wird zwar seltener beobachtet,
ist aber in der diagnostischen Zuordnung und Durchuntersuchung wesentlich
aufwendiger. Der Kopfschmerz ist dabei meist nicht so charakteristisch,
dass man ohne weitere Detailkenntnisse oder Befundergebnisse auf
die Ursache rückschließen könnte.
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| SAB
immer möglich |
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Im Rahmen
dieses Artikels ist es nicht möglich, alle in Frage kommenden
Ätiologien zu diskutieren, stattdessen können nur einige
Aspekte angerissen werden. Ein akuter erstmalig aufgetretener (und
fakultativ rezidivierender) Kopfschmerz in heftiger Intensität,
muss raschest mit einem bildgebenden Verfahren (am günstigsten
zunächst CT) abgeklärt werden. Differentialdiagnostisch
ist dabei an einen akuten Infekt mit meningealer Beteiligung (begleitend
meist Fieber) oder akut erhöhten Hirndruck bei Raumforderung
in der hinteren Schädelgrube (häufig Erbrechen, Stauungspapillen)
bzw. die Manifestation eines Hydrocephalus zu denken. Die akute
Subarachnoidalblutung (SAB; besonders heftig, peitschenschlagartig,
vielfach ohne Bewusstseinstrübung oder fokaler Neurologie)
ist in jedem Lebensalter möglich und kann sich auch ohne vorausgehende
körperliche Belastung manifestieren. Der Verdacht auf eine
SAB macht nicht nur eine Spitalseinweisung erforderlich, sondern
auch die rascheste Durchführung einer Computertomographie,
welche in einem sehr hohen Prozentsatz den Nachweis einer Blutung
erlaubt (in Zweifelsfällen Lumbalpunktion). Wenn sich im bildgebenden
Verfahren Hinweise auf eine lokalisierte Blutungsquelle ergeben,
kann in einem weiteren Schritt eine gezielte CT-Angiographie (Malformation?)
angeschlossen werden, eventuell um weitere, stumme Aneurysmen zu
entdecken, eine MRT-Überblicksangiographie bzw. eine digitale
Subtraktionsangiographie des gesamten cerebralen Gefäßgebietes.
Im höheren Lebensalter ist vor allem an die Erstmanifestation
eines intrakraniellen Tumors (neurologische Ausfälle?) oder
eine intracerebrale Blutung (RR?) zu denken.
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| Dauerkopfschmerz |
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MRT:
Bösartiger, die Mittellinie überschreitender Hirntumor
(Glioblastom, gelb umrandet) |
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CT:
gutartiger Tumor (Meningeom, gelb umrandet) |
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MRT:
Alter (gelb) und frischer (rot) Infarkt |
Die häufigsten
Ursachen eines Dauerkopfschmerzes, abgesehen von Prozessen in Nebenhöhlen,
Kiefer-, Augen- und HWS-Bereich, sind Raumforderungen, eventuell
insbesondere auch nach einem banalen Trauma eine intrakranielle
raumfordernde Blutung (chronisches Subduralhämatom), manchmal
auch ein entzündlicher Gefäßprozess.
Die Computertomographie wird demnach in den meisten Fällen
zur Abklärung symptomatischer Kopfschmerzen das maßgeblichste
und bereits im Vorfeld einzusetzende Diagnosehilfsmittel sein und
man wird dabei mit hoher Trefferwahrscheinlichkeit zumindest die
potentiell gefährlichsten Ursachen nachweisen können.
Das Kosten-Nutzen-Verhältnis ist günstig.
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| MRT
in der Akutdiagnostik |
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In der Akutdiagnostik
sollte die Magnetresonanztomographie speziellen Indikationen vorbehalten
sein, insbesondere beim Verdacht auf eine Sinus-Venenthrombose,
auf Prozesse im Hirnstammbereich und auf entzündlichautoimmunologische
Gefäßerkrankungen bzw. immer dann, wenn sich aus dem
klinischen Verlauf aus anderweitiger Diagnostik oder präoperativ
eine entsprechende Notwendigkeit ergibt.
Erwähnenswert ist, dass man in den MRT-Untersuchungen (insbesondere
bei T2-Gewichtung) bei Migränepatienten routinemäßig
kleine hyperdense Areale finden kann, die klinisch unbedeutend sind,
meist wieder remittieren (und manchmal zu differentialdiagnostischen
Komplikationen führen können).
Zusammenfassend sind weitere technische Durchuntersuchungen mit
CT und eventuell MRT abgesehen von den Fällen eine eindeutigen
symptomatischen Kopfschmerzes dann ratsam, wenn zentralneurologische
Ausfälle oder ein organisches Psychosyndrom vorliegen. Gleiches
gilt bei Änderung der Bewußtseinslage, Nackensteifigkeit
und Fieber, sowie bei besonderer Heftigkeit des Kopfschmerzes oder
Änderung eines vorbestehenden Kopfschmerztypus.
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Quelle: VBDO
Durchblick, Nr. 4, Juli 1999, S. 3 f. |
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