| ABC
der Magnetresonanztomographie |
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Mit
moderner Technologie kann die individuelle Patientenversorgung
weiter optimiert werden.
Foto:
Siemens |
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| Das
physikalische Prinzip |
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Der
große Vorteil der MRT ist, dass nicht nur die "Konzentration"
von Wasserstoff-Atomkernen gemessen wird, sondern auch die Geschwindigkeit,
mit der die Kerne in ihre Ausgangslage
zurückkehren.
Foto:
VBDO |
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Die MRT
macht sich die Eigenschaft des magnetischen Moments und des Kernspins
von Atomkernen des Wasserstoffs (Protonen) zunutze und verwendet
diese Protonen als bildgebende Quelle. Normalerweise sind die magnetischen
Momente des Wasserstoffs (z.B. in den Wassermolekülen eines
Patienten) völlig ungeordnet. Deshalb wird ein starkes magnetisches
Feld eingesetzt, das eine Ausrichtung der Kernmomente in Feldrichtung
bewirkt und zu einer meßbaren Magnetisierung führt. Dieser
Vorgang bewirkt auch eine Präzisionsbewegung der Kernspins
mit einer genau definierten Frequenz um die Feldrichtung des Magneten.
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| Resonanzanregung
und -messung |
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Wird der
im Magnetfeld liegende Patient (d.h. seine Wasserstoff-Atomkernen)
in Übereinstimmung mit der oben erwähnten physikalisch
vorgegebenen Frequenz über eine Spule mit einem Hochfrequenzimpuls
bestrahlt, kommt es zur Kernresonanz. Die Wasserstoff-Atomkerne
werden aus ihrer ursprünglichen Ausrichtung abgelenkt und "gekippt".
In welchem Maße und in welcher Richtung die Wasserstoff-Atomkerne
abgelenkt werden, ist abhängig von der Dauer und der Stärke
des Hochfrequenzimpulses. Nach Abschalten dieses Impulses kehren
sämtliche Atomkerne in ihre ursprüngliche Lage zurück
und geben dabei das Kernresonanzsignal ab, welches zur Bildgebung
benutzt wird. Dieser Vorgang läuft nach genauen physikalischen
Gesetzmäßigkeiten ab und kann mit verschiedensten Meßsequenzen
definiert und ausgelesen werden.
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| Bestandteile
eines MR-Tomographen |
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Ein MR-Tomograph
besteht aus:
- einem
Magneten (zumeist einem supraleitenden Magneten mit einer Feldstärke
von 0,5 bis 1,5 Tesla),
- Gradientenspulen,
die im Magneten eingebracht sind und zur Lokalisierung der gemessenen
Kernspinresonanzen dienen,
- einer
Hochfrequenzspule, die als Sender des Hochfrequenzimpulses sowie
als Empfänger des von den Protonen im Körper des Patienten
ausgesendeten MR-Signalen dient,
- einem
Computer, der die MR-Bilder nach Verstärkung der gemessenen
MR-Signale errechnet und
- einer
Patientenliege.
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| Kontrast
der verschiedenen Körpergewebe |
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Der enorme
Vorteil der MRT besteht darin, dass nicht nur die "Konzentration"
von Wasserstoff-Atomkernen gemessen wird, sondern auch die Geschwindigkeit,
mit der die Kerne in ihre Ausgangslage der Magnetisierung zurückkehren.
Je nach Körpergewebe werden konstante Relaxationszeiten meßbar
und für den optimalen Bildkontrast zur Unterscheidung von gesundem
und erkranktem Gewebe im Körper herangezogen. Auch Blutgefäße
mit dem sie durchströmenden Blut verursachen eigene Bildkontraste,
die sogar für spezielle, nicht invasive Gefäßuntersuchungen
(MR-Angiographien) herangezogen werden können.
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| Nebenwirkungen,
Kontraindikationen |
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Nebenwirkungen
jeglicher Natur sind zur Zeit bei den zugelassenen Feldstärken
und Gradientenstärken nicht bekannt. Auch die eingestrahlten
Hochfrequenzfelder bewegen sich in Größenordnungen, die
im üblichen Toleranzbereich liegen. Patienten mit Herzschrittmachern,
Insulinpumpen oder anderen Biostimulatoren sollten nicht mittels
MRT untersucht werden. Gleiches gilt für Patienten im Frühstadium
nach der Operation mit chirurgisch gesetzten Gefäßclips
beziehungsweise für Patienten mit Materialien, die nicht für
die MRT geeignet sind. Sämtliche anderen Metallimplantate müssen
vor der MRT bekanntgegeben werden, um im Einzelfall über die
Untersuchung zu entscheiden.
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Die
Bedeutung der Computertomographie
für die funktionelle endonasale Nasennebenhöhlenchirurgie |
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Von
A.o. Univ.-Prof. Dr. Klaus Böheim |
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Die moderne,
funktionell endonasale Nasennebenhöhlenchirurgie beruht auf
der Erkenntnis, dass erstens die meisten Erkrankungen der großen
Nasennebenhöhlen, wie der Kieferhöhlen und der Stirnhöhlen,
rhinogen entstehen und zweitens die zugrunde liegenden Veränderungen
meist in den vorgeschaltenen Spalten und Engstellen der lateralen
Nasenwand und im Siebbeinlabyrinth gelegen sind.
Diesen Engstellen kommt eine Schlüsselrolle in der Pathophysiologie
der entzündlichen Nebenhöhlenerkrankungen zu, da durch
sie die Ventilation und Drainage der nachgeordneten Siebbeinzellen
und der großen Höhlen erfolgt. Die funktionell endoskopische
Chirurgie dementsprechend hat die operative Erweiterung dieser Engstellen
zum Ziel.
Der nachhaltige Aufschwung dieser endoskopisch beziehungsweise mikroskopisch
durchgeführten Chirurgie führte zu weiteren Anwendungsmöglichkeiten
bei folgenden Indikationen:
- Diffus
polypöse Rhinosinupathien,
- Mukocele
aller Nebenhöhlen,
- Kieferhöhlenmykosen,
- Dekompression
von Orbita und Sehnerv,
- Versorgung
von Liquorfisteln,
- Dacryocystorhinostomie
sowie
- Benigne
und maligne Tumoren der Nasennebenhöhlen und der Schädelbasis.
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Abb.
1: Sagittalschnitt durch die Nasennebenhöhlen (siehe
Ausschnitt). Der Lichtkegel des Endoskops ist auf den Processus
uncinatus (1), den hiatus semilunaris (2) und die vordere caudale
Lamelle der bullaethmoidalis
(3) gerichtet.
Fotos:
Wetzstein |
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Die effiziente
Planung und Durchführung des endonasalen Eingriffs erfordert
präoperativ eine präzise Beurteilung der pathologischen
Veränderungen in Relation zur funktionellen und chirurgischen
Anatomie. Da die diagnostisch endoskopische Sicht auf die laterale
Nasenwand begrenzt ist (siehe Abb. 1), muss vor jedem Eingriff auch
eine Computertomographie (CT) der Nasennebenhöhlen in coronarer
und gegebenenfalls axialer Schnittführung vorliegen.
Die coronare Schnittführung ist für viele Indikationen ausreichend
und aus Gründen der erleichterten räumlichen Orientierung
zur Schädelbasis der axialen, die bei speziellen Indikationen
und Eingriffen zusätzliche Information bringt, vorzuziehen. Ausreichend
ist in der Regel eine Schichtung mit fünf Millimeter Abstand.
Eine Checkliste zur Beurteilung der CT soll neben Sitz und Ausmaß
der Erkrankung folgendes berücksichtigen:
- funktionell
wichtige Regionen,
- anatomische
Varianten sowie
- Risikozonen
mit umgebenden Strukturen.
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Funktionelle
Anatomie:
Infundibulum ethmoidale, Recessus frontalis, Ostium maxillare |
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Funktionell
am bedeutendsten und deshalb in der CT zu identifizieren
ist das Infundibulum ethmoidale, das medial vom processus
uncinatus, lateral von der lamina papyracea und cranial von der
Unterfläche der bulla ethmoidalis begrenzt wird. Lage und Form
des processus uncinatus bestimmen die Weite des Infundibulum. Entzündungen
des vorderen Siebbeins nehmen von hier ihren Ausgang vor
allem bei engen Verhältnissen und breiten sich über
den recessus frontalis in die Stirnhöhle aus. Dieser vorderste
oberste Abschnitt des vorderen Siebbeins, der zum Stirnhöhlenostium
führt, ist besonders bei Einengung durch eine vorspringende
Agger nasi-Zelle funktionell relevant. Im hinteren Abschnitt des
Infundibulum kann die Position und der Zustand des Kieferhöhlenostiums
beurteilt werden (siehe Abb. 2).
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Abb.
2:
Coronare CT durch das vordere Siebbein. Verschattung im linken
ostiomeatalen Komplex (mittlerer Nasengang, Infundibulum ethmoidale,
Ostium maxillare) (rot). Rechtes Ostium maxillare offen. Gefährliches
Siebbeindach bei tiefer Riechrinne (grün). |
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Die Grundlamelle
der mittleren Nasenmuschel, die vorne vertikal an der Schädelbasis,
hinten horizontal lateral an der lamina papyracea inseriert, ist
in der coronaren CT eine sich verläßlich darstellende
Landmarke als Grenze zwischen dem vorderen und dem hinteren Siebbein.
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| Wichtige
anatomische Varianten: Concha bullosa, Hallersche Zellen |
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Als eine
anatomische Variante mit pathophysiologischer Bedeutung ist die
pneumatisierte mittlere Nasenmuschel in der CT zu identifizieren.
Eine Concha bullosa ist zwar kein pathologischer Prozess per se,
kann aber zur Unterhaltung pathologischer Prozesse beisteuern. Ähnlich
können bei Nachweis der anatomischen Variante von infraorbitalen
Zellen (Haller`sche Zellen) pathophysiologische Mechanismen durch
Einengung des Infundibulum ethmoidale und des Kieferhöhlenostiums
wirksam sein (siehe Abb. 3 und 4).
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| Gefährliches
Siebbeindach bei tiefer Riechrinne, gefährliches hinteres Siebbein
bei ausgedehnter Pneumatisation |
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Die coronare
CT der Nasennebenhöhlen informiert über die Konfiguration
des Siebbeindaches. Die Klassifikation nach Keros beschreibt als
Typ I eine flache, als Typ II eine vier bis sieben Millimeter tiefe
und als Typ III eine mehr als sieben Millimeter tiefe Riechrinne.
Bei tiefer Fossa olfactoria besteht Perforationsgefahr durch die
dünne Lamina cribrosa bei endoskopischer Operation am Siebbeindach
(siehe Abb. 3).
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Abb.
3:
Haller`sche Zelle (grün) mit Einengung des Infundibulum
maxillare (rot) links, oben links Kieferhöhle (gelb). |
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Abb.
4:
Concha bullosa (rosa) und verschattete Haller`sche Zelle rechts
(grün). Septumdeviation (braun) mit kompletter Verschattung
der linken Kieferhöhle, teilweise Verschattung der rechten
Kieferhöhle. |
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Von großer
klinisch-chirurgischer Bedeutung ist eine übermäßige
Pneumatisation der hinteren Siebbeinzellen nach lateral und dorsal.
In ein solcherart erweitertes hinteres Siebbeinlumen, auch als Onodi-Zellen
bezeichnet, kann der Nervus opticus und Arteria carotis interna
weit vorragen.
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| CT
als Basis für eine computerassistierten Chirurgie |
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Für
alle operativen Eingriffe an den Nasennebenhöhlen ist das Vorliegen
einer CT eine conditio sine qua non. Ihre zuverlässige Beurteilung
ist Voraussetzung für effizientes und sicheres Operieren und
sie dient letztendlich auch der medikolegalen Absicherung bei diesen
technisch oft herausfordernden Eingriffen. Mit der breiten Einführung
der computerassistierten Chirurgie auch der Nasennebenhöhlen
wird die CT in Zukunft integraler Bestandteil bei funktionell endoskopischen
Eingriffen sein.
| Literatur |
H.
Stammberger / W. Hosemann / W. Draf
Anatomische Terminologie und Nomenklatur für die Nebenhöhlenchirurgie.
Laryngo-Rhino-Otol (1997), Seite 435-449. |
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| Die
Österreichische Krebshilfe |
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Univ.-Prof.
Dr. Wolfgang Wayand,
Präsident der Österreichischen Krebshilfe
Foto: Gerhard Bartl/ Krebshilfe |
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Anläßlich
des Österreichischen Radiologietages am 27. November 1998 sprachen
wir mit Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Wayand, dem Präsidenten der
Österreichischen
Krebshilfe.
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| Durchblick |
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Was genau
macht die Österreichische Krebshilfe?
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| Wayand |
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Die Krebshilfe
widmet sich der Erkennung, Erforschung und Prävention von Krebserkrankungen.
1908 von zwei Chirurgen gegründet, handelt es sich bei der
Krebshilfe um eine Non-Profit-Organisation, die ausschließlich
von Spendengeldern lebt und keinerlei Subventionen bekommt.
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| Durchblick |
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Welche Bedeutung
messen Sie der Vorsorge bei?
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| Wayand |
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Die Österreichische
Krebshilfe hat einen hohen Bekanntheitsgrad, rund 90 Prozent der
Österreicher kennen uns. In den letzten Jahren haben wir an
die 15 Millionen Broschüren produziert und verteilt, die sich
besonders der Prävention und der Früherkennung widmen.
Darüber hinaus setzen wir jedes Jahr einen Schwerpunkt, das
letzte Jahr war dieser Schwerpunkt dem Mammakarzinom und der Früherkennung
gewidmet. Wir konnten im Laufe des Jahres zeigen, dass die Bedeutsamkeit
einer Mammographie in der Bevölkerung tiefer verankert wird,
denn im Frühjahr war es erstmals so, dass zwar nicht die Inzidenz
der Erkrankung, aber die Sterblichkeit an Mammakarzinom abgenommen
hat. Das heißt, dass erstmals Mammakarzinome in einem höheren
Ausmaß überlebt wurden, weil Tumore in einem früheren
Stadium zur Behandlung kommen, was wiederum ermöglicht, dass
rund 70 Prozent aller Operationen brusterhaltend durchgeführt
werden können. Die Bewußtseinsmachung in der Bevölkerung
ist uns also auch ohne Panikmache offensichtlich ganz gut gelungen.
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| Durchblick |
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Und welchen
Stellenwert nehmen bildgebenden Diagnoseverfahren ein?
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| Wayand |
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Es ist ganz
entscheidend, dass gerade bei Mammakarzinomen die neuesten bildgebenden
Verfahren zum Einsatz kommen. Natürlich spielt auch bei Kollegen
die Fortbildung eine wichtige Rolle. Wesentlich ist auch eine Minimalfrequenz
an Untersuchungen. Mit fünf Mammographien pro Monat wird nicht
eine adäquate Erfahrung möglich sein. Es ist sehr wichtig,
dass das Röntgenbild auch von einem erfahrenen Kliniker betrachtet
wird. Ich erlebe mit Entsetzen, dass Patienten oft zwischen Röntgenologen,
Hausarzt und gegebenenfalls Gynäkologen zirkulieren, ohne dass
sie ein kompetenter Chirurg sieht. Bei Dickdarmkrebs, Schilddrüsenkrebs
und Lungenkrebs ist mit der Diagnose die Indikation gegeben. Beim
Mammatumor ist dies oft sehr schwierig, weshalb ich dringend empfehle,
schon frühzeitig einen erfahrenen Kliniker beizuziehen.
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Quelle: VBDO
Durchblick, Nr. 2, Dezember 1998, S. 2. |
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