Die
Spiral-Computertomographie im Einsatz:
Konventionelle CT und Spiral-CT im Vergleich |
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Durch
die Spiral-CT lassen sich im Vergleich zur bisherigen konventionellen
CT noch kleinere Krankheitsherde und Tumore erfassen. |
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Bei der
konventionellen CT-Technik werden vom Patienten Schichtaufnahmen
angefertigt. Diese haben eine Dicke von 1 bis 10 Millimeter. Zwischen
den Aufnahmen liegt eine kurze Pause, in der die Patientenliege
um eben diesen Millimeter-Abstand verschoben wird. Jedes Mal muss
der Patient aus- und einatmen und versuchen, in immer gleicher Position
den Atem anzuhalten. Besonders älteren Patienten gelingt dies
nur schlecht. Die Aufnahmeabstände sind dadurch nicht immer
gleich, und kleine Tumore (bis circa 1 Zentimeter) liegen unter
Umständen nicht im Schichtbereich oder sind kleiner als die
Schichtdicke. Sie können so dem Nachweis entgehen.
Die Untersuchungs- und Messdauer beträgt mehrere Minuten. Bei
intravenöser Kontrastmittelverabreichung kommt es daher vor,
dass das Kontrastmittel schon abgeflossen ist, bis die Aufnahmen
der gewünschten Region angefertigt werden. Um das zu verhindern,
müssen größere Kontrastmittelmengen verabreicht
werden.
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Spiral-CT
ermöglicht die lückenlose Untersuchung
ganzer Organabschnitte bis 1 Millimeter Schichtdicke |
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Bei der
Spiral-CT fährt die Patientenliege kontinuierlich durch die
Gantry (Öffnung des CT-Geräts), während die Röntgenröhre
ebenfalls kontinuierlich um den Patienten rotiert. Es werden so
nicht nur einzelne Schichten untersucht, sondern das gesamte Volumen
eines Körperabschnittes ohne Bildunterbrechung. Dadurch können
kleine Herde bis zu einer Größe von circa 3 Millimetern
erkannt werden.
Die Untersuchungszeit einer Organregion (Brustkorb, Bauchraum) verkürzt
sich bei dieser Technik auf circa 20 bis 40 Sekunden. Durch die
raschen Aufnahmezeiten können alle Organabschnitte im Maximum
der idealen Kontrastmittelanreicherung dargestellt werden. Dies
führt nicht nur zu einer wesentlich besseren Beurteilbarkeit,
sondern es müssen auch pro Organgebiet geringere Kontrastmittelmengen
verabreicht werden.
Durch die Untersuchung ganzer Volumenabschnitte können per
Computer auch Schichtebenen rekonstruiert werden, die ursprünglich
gar nicht dargestellt wurden. So wird die Betrachtung in einer zweiten
Ebene und vor allem in dreidimensionalen Bildern möglich. Diese
Bilder haben bei der Darstellung von Gefäßen und Knochenverletzungen
große Bedeutung erlangt.
(dt)
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| Die
Bedeutung der MRT in der Sporttraumatologie |
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Von Ao. Univ.-Prof.
Dr. Reinhard Weinstabl |
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Aus Amerika
kommend hat die Sporttraumatologie inzwischen auch bei uns Einzug
gehalten. Dies ist um so wichtiger, weil dem Sport und vor allem
seiner Ausübung in Europa immer mehr Bedeutung beikommt. Und
damit steigt bekanntermaßen auch die Zahl der Verletzungen.
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Verletzungsträchtige
Sportarten, wie beispielsweise das In-Iine Skating, liegen im Trend.
Daß damit auch der Druck auf eine optimale medizinische Versorgung
steigt, hat vor allem zwei Gründe: Natürlich muss an erster
Stelle die optimale Behandlung im Sinne des Patienten stehen. An
zweiter Stelle folgt aber bereits die Minimierung des volkswirtschaftlichen
Schadens, also die Minimierung von Krankenständen, Invaliditäten
und Berufsunfähigkeiten. Dabei konnte an der Universitätsklinik
für Unfallchirurgie in Wien anhand der Meniskusverletzungen
nachgewiesen werden, dass eine auf den ersten Blick scheinbar teure
Untersuchung wie die MRT Kosten sparen hilft und damit sogar vergleichsweise
preiswert ist. So mussten wir feststellen, dass mit Zunahme der
Genauigkeit in der Diagnose auch die Möglichkeit einer optimalen
Behandlung steigt: Zum Wohle des Patienten und der Allgemeinheit.
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| "Behandlungsstraße"
eines verletzten Sportler |
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Vergegenwärtigen
wir uns den Ablauf der "Behandlungsstraße" eines
verletzten Sportlers: Anamnese und klinische Untersuchung bedingen
noch keine Hilfestellung durch den Radiologen. In der Diagnostik
ist jedoch die intensive Zusammenarbeit beider Fachrichtungen unerläßlich.
Hier kommt der Magnetresonanz-Tomographie (MRT) eine immer größer
werdende Bedeutung zu. Durch die Differenzierung der Ursache eines
Schmerzes im Kniegelenksspalt, z.B. Knochenmarksödem oder Meniskusruptur,
kann dem Patienten bei sehr ähnlicher oder gleicher klinischer
Symptomatik durch die MRT eine Operation erspart werden. Dies ist
nicht nur für den Patienten, sondern auch für die Behandlungskosten
von nicht unerheblicher Bedeutung.
Die Hilfestellung in der OP-Indikation ist einer der wesentlichsten
Punkte in der Zusammenarbeit von Chirurg und Radiologe. Immer genauere
und ausgefeiltere Software-Pakete sowie Entwicklungen, wie z.B.
"dynamische MRT" oder "3D-MRT" stellen dabei
Möglichkeiten in der Beurteilung von Verletzungsmustern zur
Verfügung, welche die Diagnosestellung und damit Behandlungsplanung
wesentlich erleichtern.
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| MRT
auch für die Therapie |
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Aber auch
in der Nachbehandlung nimmt die Bedeutung der MRT zu. Kontrolle
von OP-Ergebnissen kann vor allem im Sport dem behandelnden Arzt
die Kommunikation mit dem Sportler wesentlich erleichtern: Rehabilitationsplanung
und Trainingsplanung abhängig vom visuell nachweisbaren Heilungsverlauf
werden immer wichtiger. Auf diese Weise kann eine zu rasche Rückkehr
zu eventuell zu starken Belastungen eingeschränkt werden.
Darüber hinaus darf auch die Qualitätskontrolle des OP-Ergebnisses
nicht vernachlässigt werden. Dabei geht es nicht darum, den
Chirurgen wegen einer eventuell schlecht durchgeführten Operation
zu entlarven dies mag vielleicht ein forensischer Nebeneffekt
sein sondern um eine exakte Beurteilung der Belastbarkeit
der operierten Region zu ermöglichen. Damit schließt
sich der Behandlungskreis und ein primär gesunder Mensch, der
durch einen Unfall ein Behinderung erfahren hat, wird wieder gesund.
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| Fallbeispiele |
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Grad
IV Läsion eines medialen Meniskus bei einem 25-jährigen
Fußballspieler. OP-Indikation. Teilresektion des Lappens
ohne große Verletzung der Meniskusbasis. Volle Sportfähigkeit
nach zwei Wochen. |
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Tennisprofessional
mit therapieresistenten Schmerzen an der Region des Ansatzes
der Plantarfaszie. Erstdiagnose: Plantarfasziitis
wochenlange physikalische Therapie. Wegen Therapieresistenz
Vorstellung der Patientin. In der MRT zeigte sich die große
runde Gewebsverdichtung im Fettgewebe. Intraoperativ konnte
ein kleinfingerendgliedgroßes hartes Gewebsstück
entfernt werden, vermutlich eine Narbenbildung nach einer Schwerverletzung.
Nach Wundheilung Schmerzfreiheit der Patientin und Rückkehr
zu uneingeschränktem Aktivitätslevel im Sport. |
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Plötzlicher
Riß in der Wade während eines Tennismatches
bei einem Tennisspieler. Gang nur unter starken Schmerzen möglich:
Waden-Zangen-Test negativ. MRT zeigt Einblutung in den Muskel
am Übergang vom sehnigen zum muskulären Anteil des
lateralen Gastrocnemiuskopfes. Diagnose: Muskelfaserriß.
Nach entsprechender Ausheilung beschwerdefreie Rückkehr
zu vollem Aktivitätslevel. |
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| Literatur |
U.
Largiader/M. Nufer/Th. Hotz/K. Käch
Teure Trendsportart In-line Skating: Alarmierende Zahlen aus
einem Schweizer Zentrum. Deutsch. Zeitschr. f. Sportmed. 49,
4, 119-123, (1998). |
R.
Weinstabl/Th. Müllner/V. Veesei/F. Kainberger/ M.Kramer
Economie Considerations for the Diagnosis and Therapy of Meniscal
Lesions: Can Magnetic Resonance Imaging Help Reduce the Expence?
World J. Surg. 21, 363-368, (1997). |
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| Diagnose
MS |
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Multiple
Sklerose, kurz MS, ist eine der schwersten und leider auch häufigsten
Erkrankungen des zentralen Nervensystems mit unbekannter Ursache.
Die Krankheit ist durch verstreute Entzündungsherde in Gehirn
und Rückenmark gekennzeichnet (mit Zerfall von Markscheidengewebe
und nachfolgender Gewebsverhärtung). Der Krankheitsverlauf
ist nicht vorhersagbar. MS tritt in unterschiedlichen Schweregraden
auf und schreitet meist in Schüben voran, die oft von langen,
beschwerdefreien Intervallen unterbrochen werden.
Walter T., 59, vom MS-Club Wien sieht in der Magnetresonaz-Tomographie
ein wichtiges Diagnoseinstrument, um die Narbenbildungen und damit
die eventuell bevorstehenden Schübe frühzeitiger erkennen
zu können. "Mit alten Methoden, z.B. der Entnahme von
Rückenmark, konnte man früher nie sicher sein, da sind
viele Fehldiagnosen gestellt worden. Das hat sich mit der Magnetresonanz
geändert. Dementsprechend ist auch heute der Einsatz von Medikamenten
besser geworden", meint T.
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| MS-Club
Wien |
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Der MS-Club
Wien ist eine Selbsthilfegruppe von Betroffenen, die sich regelmäßig
treffen, um ihre Erfahrungen über die Krankheit und das Leben
damit auszutauschen. Neue Präparate oder Behandlungsmethoden
sind jedoch nicht der einzige Gesprächsstoff. Gemeinsame Ausflüge
und das gesellige Beisammensein sind den Mitgliedern ebenfalls wichtig.
Nach seinen Erfahrungen mit den behandelnden Ärzten befragt,
will sich Walter T. nicht festlegen: "Jedes Krankenhaus behandelt
anders, jeder Arzt hat seine Vorstellungen von der Behandlung. Jeder
schwört auf eine andere Behandlung. Und genauso ist es bei
der Krankheit, beim einen schlägt dies an, beim anderen jenes."
Eine Reihe von neuen Medikamenten sind in letzter Zeit für
die Behandlung von MS zugelassen worden. Sie haben eine gewisse
Wirkung auf die Häufigkeit und die Schwere der Schübe
sowie auf die Anzahl der in der Kernspinnresonanz-Tomographie sichtbaren
Veränderungen. Die Wirkung auf das Fortschreiten der Erkrankung
bleibt aber weiter unklar.
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Quelle: VBDO
Durchblick, Nr. 1, Juli 1998, S. 1. |
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